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Fehlersuche
im DFÜ-Netzwerk |
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Tipp
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Wenn über das DFÜ-Netzwerk kein Internet-Zugang zu Stande kommt, liegt
das sehr oft an falschen Einstellungen in den 'Eigenschaften' der
DFÜ-Verbindung, wenn die Voreinstellungen, die Windows beim Anlegen
einer neuen Verbindung auf der Karteikarte 'Servertypen' einträgt,
passen auf die meisten Internet-Zugänge nicht. Hier sollten alle Optionen
bis auf 'TCP/IP' deaktiviert sein. Die 'TCP/IP-Einstellungen' sollten
so stehen, dass sich der Rechner sowohl die IP als auch die NameserverAdresse
vom Server zuweisen lässt. Falls gar keine Verbindung zu einem Einwahlknoten
zu Stande kommen will, ist es einen Versuch wert, die IP-Header-Komprimierung
abzuschalten. In der Regel ist dies jedoch kein Problem, und die Komprimierung
sollte eigentlich eingeschaltet bleiben, um die Leitung besser auszunutzen.
Wenn die Verbindung funktioniert, lohnt es sich also zu versuchen,
ob das auch mit aktivierter Softwarekomprimierung so bleibt.
Beim Aufrufen der Verbindung sollte man prüfen, ob das richtige Modemprofil
ausgewählt ist (Windows 98: 'Verbinden über', Windows 95: 'Gerät').
Für ISDN-Karten sollte der mitgelieferte NDISWAN-Treiber installiert
und als Verbindungsgerät keins der emulierten Moderms eingestellt
sein, sondern einer der angebotenen B-Kanal-Treiber; externe ISDN-Adapter
müssen auf PPP stehen.
Bei analogen Modems ist das V.90-Protokoll statt der veralteten Firmenverfahren
x2 oder K56flex das richtige. Eventuell braucht ein älteres Schätzchen
dafür ein Firmware-Update. Bei Flash-Updates für ISDNAdapter ist Vorsicht
geboten: Oft bezeichnen die Hersteller eine Firmware-Version mit dem
veralteten Protokollstandard ITR6 als 'German ISDN', obwohl auch hier
zu Lande inzwischen EuroISDN (DSSI) der Standard ist. (ITR6 gibt es
aber noch in manchen Nebenstellenanlagen.)
Um festzustellen, ob das Problem beim Provider oder beim eigenen DFÜ-Netzwerk
liegt, empfiehlt es sich, den einen oder anderen der anmeldefreien
Internet-by-Call-Provider anzuwählen. Klappt dabei eine Verbindung,
kurz danach eine andere aber nicht, ist wahrscheinlich 'rnaapp.exe'
hängen geblieben. Dieses Programm lässt sich dann über den Task-Manager
(Strg-Alt-Entf) beenden. Es gibt zwei Protokollfunktionen, die die
Fehlersuche vereinfachen: Auf der Ebene der Netzwerkverbindung das
PPP-Protokoll, das man über die Karteikarte 'Erweitert' der Eigenschaften
des DFÜ-Treibers in den Netzwerkeinstellungen der Systemsteuerung
anfordert. Das Protokoll legt Windows dann unter dem Namen 'PPP-LOG.TXT'
im Windows-Verzeichnis an.
Auf Hardwareebene kann man in den 'Erweiterten Einstellungen' (Button
'Erweitert' auf der Karteikarte 'Einstellungen' der 'Eigenschaften')
eines Modems ein Protokoll anfordern. Windows 98 bietet an derselben
Stelle auch einen Knopf, der dieses Protokoll anzeigt. Unter Windows
95 muss man die Datei 'MODEMLOG.TXT' im Windows-Verzeichnis öffnen.
Falls aus diesem Log hervorgeht, dass das Modern auf einen AT-Befehl
mit Error' antwortet, braucht dieser Befehl etwas Handarbeit. Am komfortabelsten
erledigt man die mit der Freeware 'Modern Tool' von Frank Steidinger.
Auch bei Problemen mit dem DFÜ-Netzwerk ist Microsofts Knowledge Base
eine gute Adresse. Um die einschlägigen Artikel zu finden, muss man
allerdings das Schlagwort 'DUN' (für 'Dial-Up Network') eintragen.
Mit dem Suchbegriff 'msdun13.exe' findet sich dort auch das 'Dial-Up
Networking 1.3 Upgrade', das unter Windows 95 bei vielen Problemen,
auch bei der PC-Direktverbindung Abhilfe schafft.
Wer das DFÜ-Netzwerk neu installieren will, sollte zuvor tunlichst
alle Verbindungseinstellungen sichern. Unter Windows 98 geht das ganz
einfach per Drag & Drop. Zieht man eine Verbindung auf einen anderen
Ordner, so legt Windows dort eine 'Exportierte DFÜ Netzwerkdatei'
an, die man später einfach wieder ins DFÜ Netzwerk ziehen kann. Unter
Windows 95 muss man die DFÜ-Einstellungen von Hand aus der Registry
sichern. Dazu wählt man den Schlüssel HKEY_CURRENT_USER\RemoteAccess
aus und exportiert ihn als Registrierungsdatei. Diese lässt sich dann
später per Doppelklick wieder in die Registry einfügen. Zwischen De-
und Neuinstallation sollte immer ein Neustart liegen, damit Windows
nicht einfach die gerade verworfenen Dateien reaktiviert. |
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